So. 06. Juni 2021 | Berlin

  • Sonntag, 06. Juni 2021 | 19:00 Uhr
    Konzertsaal Kulturhaus Karlshorst, Treskowallee 112, 10318 Berlin

  • Wegen Pandemie nur im Online-modus

ABSCHLUSSKONZERT: „Armenische Identität und ihre Wurzeln“
DEN GEFALLENEN IM 44-TAGE-ARZACH-KRIEG GEWIDMET!

Abschlusskonzert "Armenische Identität und ihre Wurzeln" mit Hrachuhi Bassenz(Sopran) von Dresdener Semperoper, Gor Harutyunyan(Bariton) von Nürnberger Oper, Edita Margaryan (Klavierbegleiterin und Interpretin) und Hovhannes Margaryan (Dudukspieler) im Rahmen der Deutsch-Armenischen Kulturtage in Berlin am 06.06.2021 im Kulturhaus Karlshorst.



01-Krunk (mix)-6844 / Interpret: Arsen Grigoryan / AdRev for Rights Holder; AdRev Publishing


Ein wichterger Bestandteil der armenischen Identität ist die Musik bzw. die armenische Gesangskunst – eine Verflechtung abendländischer und morgenländischer Einflüsse.

Die armenische Musik hat ihre Ursprünge im Armenischen Hochland, wo man traditionell Volkslieder gesungen hat. Die weit zurückreichende Musiktradition Armeniens wurde im späten 19. Jahrhundert bis zum frühen 20. Jahrhundert zunächst von Komitas Vardapet, ein bedeutender Priester und Musikwissenschaftler, gesammelt und weiterentwickelt. Die armenische Musik wurde international hauptsächlich durch die Komponisten Aram Chatschaturjan, Alexander Arutjunjan, Arno Babadschanjan und Karen Kavaleryan sowie durch Pop-Sänger und –Artisten wie Dschiwan Gasparjan, Ara Gevorgyan, Sirusho, Eva Rivas und viele andere vertreten.

Eine der ältesten Musikarten ist die armenische geistliche Musik. Die armenische Kirchenmusik ist weitgehend vokal. Der armenische Choral, der in einer der acht alten Kirchentonarten komponiert wurde, ist eine verbreitete Art der religiösen Musik in Armenien. Der Choral (sharakans) wird in khaz geschrieben, eine Art der armenischen Musiknotation. Viele dieser Choräle sind antiken Ursprungs, die weit in die vorchristliche Zeit zurückreichen. Andere Choräle sind späteren Datums, darunter die verschiedenen Kompositionen des Heiligen Mesrop Maschtoz, der das armenische Alphabet entdeckte.

Die armenische Musik blieb liturgisch, bis Komitas Vardapet am Ende des 19. Jahrhunderts die Polyphonie einführte. Neben seinen Beiträgen zur religiösen Musik wird Komitas gelegentlich als Begründer der modernen klassischen armenischen Musik betrachtet. Von 1899 bis 1910 reiste er durch die armenischen Hochländer und sammelte dabei mehr als 3000 Volkslieder, von denen er viele Melodien harmonisiert und zu Kunstliedern umwandelte. Anfang des 20. Jahrhunderts wurde in der Hl. Messe nach westlichem Vorbild gelegentlich die Orgel eingeführt. Die Kirchenmusik trug auch zur Entwicklung der klassischen armenischen Musik bei.

Klassische armenische Komponisten sind z. B. Aleksandr Spendiarjan (1871–1928), Armen Tigranjan (1879–1950) und Haro Stepanjan. Diese drei sind bekannt für ihre Opernwerke. Sargis Barchudarjan (1887–1973) und Garo Zakarian (1895–1967) waren repräsentative Komponisten zur Zeit vor und nach der Gründung der Armenischen Sozialistischen Sowjetrepublik. Der berühmteste Komponist zu dieser Zeit war jedoch Aram Chatschaturjan (1903–1978), der international für seine Ballette bekannt war, insbesondere für den Säbeltanz, ein Satz aus seinem Werk Gayaneh. Andere bekannte Komponisten waren Gevorg Armenyan (1920–2005), Anahit Zizikjan (1926–1999), Arno Babadschanjan (1921–1983), Barseg Kanatchian (1885–1967), Eduard Mirsojan (1921–2012), Boris Parsadanjan (1925–1997), Aschot Sohrabjan (1945–) und Aram Satian (Satyan) (1947–)“.

Um das Reichtum dieser musikalischen Tradition zu Gehör zu bringen, lud der AEAE e.V. in diesem Jahr Hrachuhi Bassenz (Sopran) aus Dresdener Seperoper (http://www.hrachuhibassenz.com/) und Gor Harutyunyan (Bariton) aus Nürnberger Opernhaus ein. Mit Scharakans, Romanzen, Arien, usw. erlebten wir einen faccetenreichen und genußvollen musikalischen Abend, den wir mit unseren Zuhörer*inen gerne online teilten. Das Konzert begleiteten musikalisch der DUDUK-Spieler (Holzblasinstrument aus Aprikosenbaum) Herr Hovhannes Margaryan und die Klavierbegleiterin Frau Edita Hakobyan. Die Letzteren führten auch eigene Interpretationen auf. Das Konzert war den Gefallenen während des 44-Tage-Krieges in Arzach gewidmet.


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